Die beste SelfControl-Alternative
Welcher Website-Blocker passt zu dir?
Schnellvergleich
| Merkmal | ||
|---|---|---|
| Plattform | macOS | macOS |
| Preis | 99 $/Jahr oder 199 $ einmalig | Free |
| Kostenlose Version | Ja (7 Tage) | Vollständig kostenlos |
| Umgehungsschwierigkeit | Sehr schwer | Schwer |
| Blockierungsmethode | Browser-Engine — Anfragen werden auf Netzwerkebene blockiert, keine Erweiterung zum Deaktivieren | System-Firewall-Regeln |
Wenn Sie SelfControl verlassen, weil es keine Zeitpläne kennt oder keine Apps schließen kann, sehen Sie sich Cold Turkey Pro, Freedom Premium oder Browwwser an. Wenn Sie nur Sperren über 24 Stunden wollen, müssen Sie gar nicht wechseln. Welcher Ersatz der richtige ist, hängt davon ab, an welche Grenze Sie gestoßen sind – deshalb geht diese Seite die Gründe einzeln durch.
SelfControl ist nach wie vor ein gutes Tool. Es ist kostenlos und quelloffen (GPL, auf GitHub) und braucht kein Konto. Laut eigener Website hält eine Sperre selbst dann, wenn Sie den Mac neu starten oder die App löschen. Seine Schwächen liegen in dem, was es nicht kann, und darin, wie lange es schon kein neues Release mehr gab.
Wird SelfControl noch gepflegt?
Nur noch mit Mühe. Die aktuelle Version ist 4.0.2, und der Commit, der diese Versionsnummer gesetzt hat, stammt vom 27. Oktober 2021. Eine spätere Änderung, Touch-ID-Unterstützung für die Passwortabfrage, wurde am 29. November 2025 committet. Sie ist in keinem Release erschienen.
Dringender ist das Problem mit macOS Tahoe 26. Issue #911 berichtet, dass 4.0.2 auf einer Tahoe-Beta beim Starten des Timers einfriert und keine Sperre greift. Stand 30. September 2026 ist das Issue weiterhin offen, ohne Fix oder Workaround. Für die finale Tahoe-Version haben wir weder eine positive noch eine negative Meldung gefunden. Betrachten Sie das also als offenen Bug, nicht als bestätigten Defekt. Wenn Sie bereits aktualisiert haben, starten Sie eine kurze Sperre und prüfen Sie, ob eine gelistete Website tatsächlich nicht lädt.
Ältere Macs sind ein anderer Fall. SelfControl 4.0.2 läuft ab macOS 10.10, Browwwser braucht dagegen macOS 12. Auf einem älteren Rechner lässt sich unter Umständen nur SelfControl installieren.
Zwei Kritikpunkte, die Sie ohne Wechsel lösen können
Sperren über 24 Stunden
24 Stunden sind das Standardlimit, keine feste Obergrenze. Ab Version 4.0 können Sie es im Terminal anheben:
defaults write org.eyebeam.SelfControl MaxBlockLength -int 43200
Die Zahl ist in Minuten angegeben. 43200 Minuten (ein Monat) ist das Beispiel aus dem Wiki von SelfControl. Das Wiki warnt, dass ein Fehler im Befehl dazu führen kann, dass die App nicht mehr startet – kopieren Sie ihn also exakt. Und denken Sie daran: Eine einmonatige Sperre lässt sich nach dem Start durch nichts mehr verkürzen.
Alles sperren außer ein paar Websites
SelfControl hat einen Allowlist-Modus, der vor Version 3.0.2 „Whitelist“ hieß. Er sperrt alles außer den Einträgen, die Sie auflisten – ideal für eine Prüfungsphase, in der Sie eine Kurs-Website brauchen und sonst nichts. Was nicht geht: eine laufende Sperre zu verkürzen oder zu lockern. Auf die Frage, wie man eine Sperre vorzeitig beendet, antwortet die FAQ: „Gar nicht. Genau darum geht es. Einfach abwarten.“
Wo die Sperren von SelfControl Lücken haben
SelfControl kombiniert die Paketfilter-Firewall von macOS mit Einträgen in /etc/hosts (Quellcode). Es sperrt den Server, auf dem eine Website liegt, nicht die Seitenadresse. Dadurch wirkt die Sperre systemweit, doch die eigene FAQ und die Seite zur Fehlerbehebung nennen diese Lücken:
- VPNs und Proxys: Sperren funktionieren nicht richtig, und Firmen-VPNs wie Pulse Secure müssen getrennt werden.
- Firefox: DNS over HTTPS kann Sperren unzuverlässig machen, sofern Sie Firefox nicht nach jedem Sperrstart neu starten.
- Subdomains: Manche Websites laden Inhalte von zusätzlichen Domains, die Sie selbst finden und hinzufügen müssen.
- Keine Regeln auf Seitenebene: Sie können nicht ein Subreddit sperren und ein anderes zulassen. Entweder der ganze Host oder gar nichts.
Wenn Sie hinter einem Firmen-VPN arbeiten, ist schon die erste Lücke Grund genug, einen Blocker auszuprobieren, der im Browser arbeitet. Testen Sie jeden Ersatz während der Testphase mit verbundenem VPN.
Welche Alternative passt zu Ihrem Grund?
- Sie wollen einen Zeitplan. SelfControl kennt keine wiederkehrenden Sperren, und eine entsprechende Anfrage (Issue #874) ist seit Mai 2024 offen. Sperren, die Sie von Hand starten müssen, fallen gerade an den Tagen aus, an denen Sie sie am dringendsten bräuchten – mehr dazu in Warum Willenskraft nicht funktioniert. Cold Turkey Pro, Freedom Premium und Browwwser arbeiten alle nach Zeitplan.
- Sie wollen, dass Apps geschlossen und nicht nur vom Netz getrennt werden. Cold Turkey Pro und Browwwser schließen beide gesperrte Apps.
- Sie nutzen Windows oder wollen auch Ihr Smartphone abdecken. Cold Turkey läuft unter Windows und macOS, und ein einziger Kauf gilt für alle Ihre privaten Computer (Preisseite). Freedom läuft auf Mac, Windows, iOS, Android und ChromeOS. Siehe unseren Vergleich mit Cold Turkey und die Website-Blocker für Windows.
- Es muss kostenlos bleiben. Cold Turkey und Freedom haben beide kostenlose Versionen, aber Zeitpläne sind bei beiden kostenpflichtig. Wenn kostenlos oberste Priorität hat, ist SelfControl auf dem Mac weiterhin die stärkste Option.
Zu den Preisen (Stand 30. September 2026): Freedom Premium kostet $3.33 pro Monat bei jährlicher Abrechnung, $8.99 bei monatlicher Zahlung oder $99.50 für lebenslangen Zugang. Cold Turkey Pro ist eine Einmalzahlung mit 7-tägiger Testphase und 30-tägiger Rückerstattung. Den Preis nennt die Preisseite von Cold Turkey. Browwwser kostet $99 pro Jahr oder $199 lebenslang, mit 7-tägiger Testphase und 14-tägiger Geld-zurück-Garantie. Der Vergleich mit Freedom und unsere vollständige Liste der Website-Blocker gehen weiter ins Detail.
Wie sich Browwwser von SelfControl unterscheidet
Die beiden Tools sperren auf unterschiedlichen Ebenen, und das bestimmt die meisten Vor- und Nachteile.
SelfControl ändert Netzwerkregeln des Systems, daher ist jeder Browser auf dem Mac betroffen. Browwwser ist ein Chromium-basierter Browser mit eingebauter Sperrfunktion. Eine gesperrte Website lädt einfach nicht – keine Umleitungsseite, kein Countdown, kein „Trotzdem fortfahren“-Button. Es gibt auch keine Erweiterung, die sich abschalten ließe. Solange die Sperre aktiv ist, kann Browwwser gesperrte macOS-Apps schließen, etwa die Desktop-App von Discord oder TikTok.
Der Sperrmodus friert die Sperrliste für 1 Stunde, 1 Tag oder 1 Woche ein – ohne Ausnahme und ohne Zurücksetzen per Passwort. Wiederkehrende Zeitpläne decken etwa die Arbeitszeit ab, und Voreinstellungen sperren Social Media, Nachrichten, Videos oder Shopping mit einem Klick. Chrome-Lesezeichen, Passwörter, Verlauf und Erweiterungen lassen sich mit einem Klick importieren, und Chrome-Erweiterungen funktionieren weiterhin.
Die Einschränkungen sind real. Browwwser gibt es nur für macOS, es braucht macOS 12 oder neuer und ist nach der Testphase kostenpflichtig. Die Sperren gelten nur innerhalb von Browwwser: Wenn Sie Safari öffnen, laden Ihre gesperrten Websites dort. In diesem Punkt ist SelfControl stärker. Andere Ansätze finden Sie unter Websites auf dem Mac sperren.
Kann man beide nutzen?
Ja, und anders als bei den meisten Blocker-Kombinationen schließen die beiden gegenseitig ihre Lücken. Browwwser kann Ihr Alltagsbrowser sein, mit einem Zeitplan für die Arbeitszeit und App-Sperre für Discord. Vor einer harten Deadline können Sie zusätzlich eine SelfControl-Sperre starten, damit auch Safari und alle anderen Browser abgedeckt sind. Wenn Sie Tahoe nutzen, prüfen Sie vorher, ob SelfControl überhaupt startet.
Wann Sie bei SelfControl bleiben sollten
Bleiben Sie, wenn es kostenlos sein muss, Sie nur Websites sperren, kein VPN nutzen und jede Sitzung gern selbst starten. Das gilt umso mehr, wenn die Einstellung für längere Sperren oder der Allowlist-Modus Ihren eigentlichen Kritikpunkt löst. Auf einem Mac mit einer älteren Version als macOS 12 ist es womöglich Ihre beste Option. Testen Sie nur nach jedem macOS-Update eine kurze Sperre, denn es wird kein neues Release kommen, das Probleme behebt.
Das Fazit
SelfControl ist eine gute Wahl, wenn du vollständig kostenlos und Open-Source brauchst. Aber wenn dein Hauptproblem darin besteht, deinen eigenen Blocker zu umgehen, wenn die Willenskraft nachlässt, löst Browwwser das auf architektonischer Ebene — die Blockierung läuft innerhalb der Browser-Engine, nicht darüber.
Eine Sperre in einer Browser-Erweiterung lässt sich mit zwei Klicks abschalten. Browwwser blockiert in der Browser-Engine selbst.
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